„Netzwerk-Suchtprävention“ wieder auf dem Heimatfest präsent

Heimatfest 2014

 Das geht auch auf nüchternen Magen gut

-  Suchtprävention auf dem Heimatfest -

 Das diesjährige offizielle Motto des Heimatfestes wird mit Freude umgesetzt: „Kiek un staune, Schwelm in Laune“.

Die Einsatzpläne zur Teilnahme des Netzwerks Suchtprävention Schwelm am Heimatfest sind gemacht. Die Bar ist gefüllt und die Cocktailgutscheine für die allesamt alkoholfreien Getränke sind gedruckt. Spiele und Sitzsäcke für die „chill out area“ sind eingepackt.

 Die Netzwerker*innen aus der Jugend- und Suchthilfe fahren zum Heimatfest standesgemäß mit dem GigA-Liner vor.

Der Standplatz wird von Jahr zu Jahr vielfältiger! Ziel ist es mit Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen das Thema Alkoholprävention auf Augenhöhe nahe zu bringen. Es ist ein Fest und so wird nicht der erhobene Zeigefinger ausgepackt sondern das Getränk gereicht: Über das Verteilen von Gutscheinen für alkoholfreie Cocktails werden die jungen Besucher*innen auf den Stand aufmerksam gemacht.  

Für die (ehren)amtlichen Helferinnen und Helfer im Netzwerk ist das Heimatfest ein MUSS, wie für viele Schwelmerinnen und Schwelmer. Da begegnet man sich von Mensch zu Mensch vor Ort und nicht so sehr im Zusammenhang Schule oder Arbeit. Die Atmosphäre ist locker, so dass Gespräche ungezwungen zustande kommen.  Darauf kommt es an: Sich vorstellen, im Kopf bleiben, sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol einsetzen.

 Alle Beteiligten laden zum Vorbeischauen ein. Wir sind nicht zu übersehen, Orange ist die Erkennungsfarbe. Ansonsten gibt es viel zum Staunen!

Hintergrund:

Durch das Projekt „GigA – gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen“ an dem mehrere Kommunen teilnahmen, wurde das Netzwerk Suchtprävention Schwelm in seiner Organisation gestärkt. Es konnten mehr Engagierte beteiligt werden und durch die Förderung der ginko Stiftung für Prävention konnte ein attraktives Aushängeschild „der GigA-Liner“ angeschafft werden. Ziel des Netzwerks ist es Alternativen zum Alkoholkonsum zu bieten, Missbrauch zu verhindern und bei Alkoholproblemen kompetent zu beraten. Mehr Informationen zum Projekt und zur Suchtberatung finden sich unter http://suchtpraevention-schwelm.de/ oder www.caritas-en.de.

 

GigA - Neue Gemeinschaftsinitiative

GigA: Gemeinschaftsinitiative gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Neues Projekt zur Prävention des Alkoholmissbrauchs startet auch in Schwelm.

Dass Alkoholprävention nach wie vor unverzichtbar ist, zeigt eine aktuelle Studie der BZgA. Demnach ist der Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Deutschland zwar insgesamt rückläufig, riskantes Trinkverhalten jedoch weiter verbreitet: Knapp 17 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren geben an, mindestens einmal im Monat Rauschtrinken zu praktizieren, das heißt fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit zu konsumieren. Zudem wurden in 2010 nach Angaben des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit NRW 4.397 Heranwachsende im Alter zwischen 10 und 17 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Auch im EN-Kreis fallen immer wieder Jugendliche durch exzessives Rauschtrinken und Krankenhauseinweisungen auf. Um dem Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen und bereits bestehende Maßnahmen (Netzwerk Suchtprävention) fortzuschreiben und weiterzuentwickeln, wird auch in Schwelm unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters das GigA-Projekt durchgeführt.

Das Projekt hat zum Ziel, bereits bestehende Initiativen und Programme in der Alkoholprävention in den nordrhein-westfälischen Kommunen zu vernetzen. Auf diese Weise soll die Zusammenarbeit der verschiedenen kommunalen Akteure ausgebaut und verstärkt werden.

Entwickelt wurde GigA von der Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW (ginko) gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland, den Landesstellen Kinder- und Jugendschutz NRW und dem Landeskriminalamt. Das Projekt wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an 6 Standorten in Nordrhein-Westfalen zunächst für 3 Jahre gefördert  und soll nach erfolgreichem Abschluss ab 2013 auch in anderen Bundesländern umgesetzt werden.